"Schubladendenken vermeiden" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
Episode von Blick in die Bibel von DOMRADIO.DE · 10. September 2026 · 9 min
Monsignore Wolfgang Huber ist in den Bergen zu Hause. Geboren in Reit im Winkl fühlt er sich den Bergen verbunden und verbringt seine Freizeit gerne mit Skifahren und Bergwandern. Man könne die Schönheit unserer Welt in ganz besonderer Weise entdecken, findet er. Im Evangelium spricht Jesus von der Feindesliebe. Der Text lädt zum Nachdenken ein, findet Huber: Wo können wir barmherzig sein? Wo können wir nicht nur auf uns schauen, sondern anderen entgegenkommen? Den anderen Menschen ins Gebet einschließen kann uns dabei helfen - und natürlich das bekannte Schubladendenken vermeiden. Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euch, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen! Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch beschimpfen! Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd! Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand das Deine wegnimmt, verlang es nicht zurück! Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut auch ihr ihnen! Wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder. Und wenn ihr denen Geld leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern, um das Gleiche zurückzubekommen. Doch ihr sollt eure Feinde lieben und Gutes tun und leihen, wo ihr nichts zurückerhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden! Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden! Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden! Gebt, dann wird auch euch gegeben werden! Ein gutes, volles, gehäuftes, überfließendes Maß wird man euch in den Schoß legen; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden. (Lk 6,27-38)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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