Wie man in Dänemark Super-Admin wird

Episode von Nerdfunk (m4a) von Matthias Schüssler, Kevin Rechsteiner, Christian Schmid · 13. Oktober 2026

Ein Passwort mit sechs Nullen und zwei Siebnern: Das war für Kevin einst maximale Sicherheit. Matthias hingegen fand, er schlage jedem Hacker ein Schnippchen, wenn er im Wort «Maschendrahtzaun» das T durch ein Pluszeichen ersetze. Und wer erinnert sich noch an Windows 98? Dort konnte man sich der Passworteingabe nach dem Start durch einen Klick auf den «Abbrechen»-Knopf entziehen.

Heute rächt sich solcher Schlendrian bitter: Wir lesen, dass in Dänemark Millionen von Personendaten abhandenkamen, weil ein Administrator anscheinend das Passwort «123456» benutzte. Die Frage im Titel beantwortet sich daher einfach: Indem man das Passwort «123457» benutzt.

In dieser Folge setzen wir bei den unschuldigen Zeiten in den 1990er-Jahren an und unternehmen eine Zeitreise durch die Geschichte der Passwortsicherheit: von den ersten Mailkonten und Excel-Listen voller Zugangsdaten über immer absurdere Passwortregeln bis zu Passwortmanagern und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wir erinnern uns an die Papierlisten der Banken, erklären, weshalb auch ein sechsstelliger Sicherheitscode vor Phishing nicht unbedingt schützt, und diskutieren den ewigen Konflikt zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit.

Zum Schluss blicken wir in eine Zukunft, in der wir uns keine Passwörter mehr ausdenken müssen. Fingerabdruck, Gesichtserkennung, «Windows Hello» und Passkeys versprechen mehr Sicherheit bei weniger Aufwand. Verspricht das maximalen Komfort bei maximaler Sicherheit? Wir bleiben skeptisch.

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