#63 Der Westfälische Frieden
Episode von Wer wir sind und warum das nicht klappte ... von Jan Schulte-Kellinghaus · 24. Juni 2026 · 55 min
Mit Herfried Münkler:
Bis es zum Westfälischen Frieden 1648 kam, erlitten die Menschen die verheerendste Phase des Dreißigjährigen Krieges.
Der Krieg tobte bereits seit 16 Jahren. Viele Regionen in Deutschland waren so zerstört, dass keine größeren Truppen zusammengezogen werden konnten. Die niedergebrannte Landwirtschaft konnte keine großen Einheiten ernähren. Viele Landstriche waren verwüstet, und die Menschen hungerten. Die Kleinkrigesführung dominierte den zweiten Teil den Dreißigjährigen Kriegs. Marodierende Söldner durchstreiften das Land. Frauen wurde vergewaltigt, Bauernhöfe geplündert und Felder angezündet. Der Krieg hatte sich verselbstständigt.
Zu einer vorsichtigen Annäherung der Kriegsparteien kam es erst nach über zwanzig Jahren. Im Hamburger Präliminarfrieden von 1641 einigten sich die Kriegsparteien auf einen auf einen Friedensprozess. Friedenskongresse in Osnabrück und Münster sollten sowohl den Krieg in Deutschland als auch den Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden beenden. Also eine europäische Friedensinitiative. Allerdings gab es zwei Haken: Die Friedensverhandlungen dauerten neun Jahre und in dieser Zeit wurde weitergekämpft. Für einen Waffenstillstand reichte das Vertrauen nicht. Man wollte zwar Frieden, kämpfte aber jahrelang weiter.
Wie es schließlich gelang, eine Formel für den Frieden zu finden, und wer am Ende die Gewinner und die Verlierer waren, darüber spreche ich in dieser Episode mit dem Politologen Herfried Münkler.
Herfried Münkler ist Autor des Buches: "Der Dreißigjährige Krieg: Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618-1648
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